Was ist Trauer

Was ist Trauer?

Trauer kann man in verschiedenen Lebenssituationen erleben. Wann bist Du schon einmal traurig gewesen? Trauer erlebt man, wenn ein Freund ein Spielzeug wegnimmt, oder wenn man in eine andere Stadt umziehen muss. Trauer erlebt man, wenn sich die Eltern scheiden lassen aber auch wenn ein geliebter Mensch stirbt.

Gefühle der Trauer

Wenn man traurig ist, weil jemand starb, so kann es sein, dass man Gefühle wie Wut, Angst, Traurigkeit, Erleichterung, Taubheit, oder ein völliges Durcheinander fühlt.

Es kann sein dass Du als trauerndes Kind, darüber nachdenkst, wer sich jetzt wohl um Dich kümmert, wenn Deine Mutter oder Dein Vater gestorben sind.

Vielleicht denkst Du auch darüber nach, warum gerade der Mensch den Du so lieb gehabt hast so eine schreckliche Krankheit wie z. B. Krebs haben und deswegen sterben musste.

Trauer kann sich auch in Deinem Körper zeigen! Manchmal fühlt man sich in der Trauer körperlich unwohl. Man bekommt Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Herzschmerzen oder Schluckauf. Es kann sein, dass Du Dich müde fühlst oder Probleme beim Einschlafen hast.

Was ändert sich bei Trauer?

Hast Du vielleicht gemerkt dass Du Dinge nicht mehr gerne machst, die Du mit dem Verstorbenen gerne gemacht hast? Machst Du vielleicht das Schulfach nicht mehr gerne, welches Dein verstorbener Lieblingslehrer unterrichtet hat? Oder kletterst Du in eurem Garten nicht mehr gerne auf den Apfelbaum, von dem Du mit Deiner verstorbenen Mutter Äpfel für ihren leckeren Apfelkuchen geerntet hast?

Alle diese Erfahrungen sind normal für Menschen die in Trauer sind. Sie dürfen sein! Schön ist es, wenn Du Dich dabei an vertraute Menschen wendest, um in Deiner Trauer nicht alleine zu sein.

Bleib mit deiner Trauer nicht alleine

Vielleicht möchtest Du die Menschen, die auch trauern, schützen. Willst sie nicht noch mehr belasten – das ist verständlich. Denke aber daran, dass alles, was Du für Dich behältst, Dich irgendwann so belasten kann, dass Du es nicht mehr aushältst und krank wirst.

Stell dir einmal folgendes vor: Alles was Du in Dich hineindenkst und fühlst, wird zu einer festen Masse. Es fühlt sich dann an, als hättest du einen schweren Stein im Magen. Durch diesen Stein fühlst Du Dich schwer, bekommst Bauchschmerzen, hast nicht mehr die Kraft diesen Stein zu tragen.

Gruppen für trauernde Kinder können helfen

Wenn du Dich anderen mitteilst, wirst du es leichter haben. Die Trauer wird nicht wie ein Backstein in deinem Bauch. Wenn du z. B. Deine trauernden Eltern schützen möchtest, so bitte sie darum Dir zu helfen, Dich bei der Gruppe für trauernde Kinder in Deiner Nähe anzumelden.

Hier wirst du andere Kinder kennen lernen, die auch jemanden durch den Tod verloren haben und Erwachsene, die Dir zuhören und Möglichkeiten bieten, Deinen Weg durch die Trauer zu finden.