Was tun bei Trauer?
Aktivitäten die Dir in der Trauer gut tun können!
Auf dieser Seite findest du Anregungen für Aktivitäten, die dir in der Trauer gut tun können. Hast du Lust sie einmal auszuprobieren?
Beende folgende Sätze:
- Wenn ich traurig bin …
- Als (Name des Verstorbenen) gestorben, ist habe ich …
- Ich glaube (Name des Verstorbenen)ist jetzt …
- Der Tod von (Name des Verstorbenen) ist fA?r mich …
- Wenn ich glücklich bin …
- Ich habe gerne mit (Name des Verstorbenen) …
- Das war mein schönstes Erlebnis mit (Name des Verstorbenen) …
- Das schlimmste, was wir gemeinsam erlebten war …
- (Name des Verstorbenen) hat gerne …
- (Name des Verstorbenen) mochte nicht, …
- Ich fühle mich heute …
- Heute möchte ich gerne …
- Heute will ich nicht …
Male ein Bild
Das Malen kann dir helfen Deine Trauergefühle auszudrücken. Hier siehst Du einige Bilder, die Kinder gemalt haben, als sie in Trauer waren.

Hast du Lust einmal das Grab zu besuchen oder zur Kirche zu gehen?
Es kann Dir helfen, am Grab oder in der Kirche an den Verstorbenen zu denken. Vielleicht gelingt es Dir auch, innerlich mit ihm zu sprechen.
Schreibe in Dein Tagebuch!
Dein Tagebuch ist ganz allein Deins! Du kannst schreiben, so viel du willst und wann immer du möchtest!
Treibe Sport
Sport wird Dir jetzt gut tun. Er bringt dich in Form. Du lernst, zu gewinnen und zu verlieren. Sport bringt dich in Kontakt mit anderen Kindern und du wirst dich besser fühlen. A?berlege doch einmal in einen Sportverein zu gehen.
Tanze
Durch die tanzende Bewegung, werden Deine Gedanken leicht. Bewege Deinen Körper einfach zur Musik. Tanzen ist gut geeignet, wenn du dir eine Pause von Deiner Trauer gönnen möchtest.
Höre Musik und mache sie selber
Sie kann dir helfen Gefühle auszudrücken. Klassische Musik unterstützt dich, wenn Du über den Tod nachdenken möchtest und Rock`n`Roll ist super, wenn Du glücklich bist. Lege doch einmal die Lieblingsmusik des verstorbenen Menschen auf, wenn Du Dich an Ihn erinnern möchtest.
Mache Spiele
Spiele machen Spaß vor allem mit anderen. Gewinne einen Freund zum Monopoly spielen oder frage einen Erwachsenen, ob er dir Schach beibringen kann.
Schreibe einen Brief an den Verstorbenen
Möchtest Du dem verstorbenen Menschen gerne noch etwas sagen? Schreib doch einen Brief! Du kannst Ihn einem Erwachsenen vorlesen oder ihn zum Friedhof bringen und ihn dem Verstorbenen vorlesen. Du kannst den Brief aber auch an einen Helium Ballon in den Himmel schicken. Wenn du möchtest, kannst du den Brief auch gut weglegen, um ihn später noch einmal zu lesen.
Arbeite im Garten
Durch die Arbeit im Garten, kannst du Dich von der Trauer ablenken. Hatte der Verstorbene Lieblingsblumen? Magst du sie einpflanzen? In der Erde zu graben macht sehr viel Spaß. Es ist erstaunlich, was aus einem kleinen Samen wachsen kann.
Räume Dein Kinderzimmer auf oder renoviere es mit einem Erwachsenen
In der Trauer kannst du Dich sehr durcheinander fühlen. Ein Weg dich innerlich wieder aufzuräumen ist es, Dein Kinderzimmer aufzuräumen, oder mit einem Erwachsenen zu renovieren. Es wird schön sein, jeden Tag in Dein aufgeräumtes Zimmer zu kommen.
Beten kann helfen
Hast du schon einmal darüber nachgedacht zu beten? Wenn ja so kannst du nun damit anfangen. Versuche abends vor dem Schlafen ein Gebet zu sagen. Wenn Du nicht weißt, wie Du beten sollst, bitte Gott einfach um Hilfe.
Tue etwas, was Du gut kannst!
Jeder Mensch kann etwas besonders gut! Was kannst du sehr gut? Tue etwas, worin du heute gut bist. Es wird dich dazu bringen dich gut zu fühlen und dir Spaß machen
Tue etwas, worin du nicht so gut bist!
Das hilft dir mit einem klaren Verstand zu denken. Sei nicht frustriert und konzentriere dich auf das Lernen und den Spaß. Probier’s mal und Du wirst merken, dass es Dir bald besser geht.
Erstelle eine Liste mit den Dingen, die in deinem Leben gut sind!
In der Trauer vergessen wir oft die guten Dinge in unserem Leben. Aber vertraue darauf – Es gibt Tonnen davon.
Spiele Deine Trauer heraus
Spielen ist das Wichtigste für Kinder. Habe jeden Tag Spaß am Spielen. Auch wenn Du in Trauer bist, darfst du spielen. Es ist gut, wenn Du einige deiner Trauergefühle beim Spielen herauslassen kannst. Zum Beispiel kannst du beim Ball Schießen, schlechte Gefühle loslassen oder sensible Gefühle beim Spiel mit Stofftieren.
Wünsch dir was!
Wenn du Deine Augen verschließt, kannst du dir wünschen was Du gerne mal machen möchtest oder was du haben willst. Der Verstorbene kann nicht mehr zurückkommen, aber vielleicht hast du einen anderen Wunsch, der dir erfüllt werden kann. Wünsche ihn Dir und arbeite daran, dass er sich erfüllt.
Sei ruhig mal ein großes Baby!
Es ist in Ordnung, in der Trauer Dinge zu tun, die sonst nur ein Baby macht. Natürlich darfst du schreien oder ein Held sein, mit Erwachsenen kuscheln und mit deinem Stofftier spielen.
Lies ein Buch!
Beim Lesen von BAüchern kannst Du Dich gut entspannen und für ein oder zwei Stunden abschalten.
Hast du Lust dich zu verkleiden?
Hast Du den Wunsch mal jemand anderes zu sein, dessen Leben dir perfekt erscheint? Dann verkleide dich doch mal. Tu so, als wenn Du jemand anderes wärst z. B. eine geheimnisvolle Schönheit? Stell dir das Leben der Person vor, in deren Rolle du schläpfst und genieße es!
Singe
Sicher kennst du viele Lieder. Kannst du sie auch singen? Singe sie, lege eine CD auf, singe unter der Dusche oder in deinem Zimmer! Singe, wo Dir zum Singen zu Mute ist. Vom Singen bekommt man gute Laune!
Werde aktiv!
Es kann sein, dass du – wenn du trauerst mit Dir nichts anfangen kannst. Es kann sein, dass Du nicht mehr zur Schule gehen magst. Höre auf, in dir zu versinken und werde aktiv. Gehe zur Schule! Werde Babysitter, wenn Du alt genug bist! Mähe den Rasen! Helfe im Haushalt. Es wird dir gut tun, aktiv zu sein!
Schaue in den Himmel
Wenn Du auf dem Rücken liegst und in den Himmel schaust, kannst du dir vorstellen, wie es dort ist. Am Tag können Dich die Sonne und die Wolken beruhigen. In der Nacht siehst du die Sterne und Planeten, die Dir zeigen, dass du zu etwas ganz besonderem gehörst. Du bist wichtig auf dieser Erde. Glaubst du an den Himmel?
Diese Tipps stehen in ähnlicher Weise auch in dem Buch von Alan Wolfelt: „Healing Your Griefing Heart For Kids“ (Companion Press, Fort Collins /Colorado 2001). Susanne Hövelmann hat sie in ihrem Buch: „Trauernde Kinder begleiten eine Aufgabe für Pädagogen und Angehörige“ sinngemäß ins Deutsche übersetzt.